Gebühren und Zeitplan der Einbürgerung (2026)

Was die Einbürgerung in Deutschland 2026 kostet, von der Gebühr von 255 € bis zu Tests und Übersetzungen, und wie lange jede Phase in der Regel dauert.

Geprüft anhand von Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF): Einbürgerung · Okt. 20263 Min. Lesezeit

Aus dem Englischen übersetzt. Die offiziellen Quellen sind auf Deutsch.

Die amtlichen Gebühren

Die Gebühren werden durch Bundesgesetz festgelegt (§ 38 StAG) und sind in jedem Bundesland gleich:

  • Einbürgerung: 255 € pro Erwachsenem
  • Minderjähriges Kind, das zusammen mit einem Elternteil eingebürgert wird: 51 €, sofern das Kind kein eigenes Einkommen hat (ein Minderjähriger, der allein eingebürgert wird, zahlt 255 €)
  • Antrag zurückgenommen oder abgelehnt, nachdem die Bearbeitung begonnen hat: 25 €, bis zur vollen Gebühr
  • Einbürgerungstest: 25 € pro Versuch, an das Testzentrum zu zahlen

Die Behörde kann die Gebühr aus Gründen der Billigkeit oder im öffentlichen Interesse ermäßigen oder erlassen, zum Beispiel bei geringem Einkommen oder mehreren Kindern. Fragen Sie vor dem Antrag nach; eine Ermäßigung erfolgt nicht automatisch. Manche Gruppen, etwa Nachkommen von Menschen, die vom NS-Regime verfolgt wurden und nach Artikel 116 Abs. 2 des Grundgesetzes oder § 15 StAG beantragen, zahlen keine Gebühr.

Weitere Kosten, die Sie einplanen sollten

  • B1-Sprachzertifikat: Wenn Sie nicht in einem Integrationskurs sind, wird eine eigenständige B1-Prüfung (zum Beispiel telc, Goethe oder ÖSD) privat bezahlt; die Preise setzt jedes Prüfungszentrum fest
  • Teilnehmende am Integrationskurs: Der DTZ und der Test „Leben in Deutschland“ gehören zum Kurs
  • Beglaubigte Übersetzungen ausländischer Dokumente (Geburts- und Heiratsurkunden, Scheidungsurteile) sowie Apostillen oder Legalisationen, falls erforderlich
  • Neue Dokumente aus Ihrem Heimatland, falls Ihre abgelaufen sind oder fehlen
  • Nach der Einbürgerung: ein deutscher Personalausweis und/oder Reisepass beim Bürgeramt, mit eigenen Gebühren

Planen Sie je nach Ihrer Situation etwa die amtlichen Gebühren plus einige hundert Euro für Sprache, Übersetzung und Dokumente ein.

Phase 1: Vorbereitung (Wochen bis Monate)

  • Legen Sie eine B1-Deutschprüfung ab, sofern Sie noch keinen anerkannten Nachweis haben
  • Bestehen Sie den Einbürgerungstest (oder „Leben in Deutschland“ mit 17 oder mehr Punkten). Testtermine in Großstädten können wochenlang ausgebucht sein, und die Bescheinigung des BAMF kann mehrere Wochen auf sich warten lassen
  • Sammeln Sie Unterlagen: Reisepass, Aufenthaltstitel, Meldebescheinigung, Personenstandsurkunden, Nachweise über Einkommen und Rentenbeiträge

Viele Menschen verlieren die meiste Zeit beim Warten auf Testergebnisse und Übersetzungen, beginnen Sie daher frühzeitig damit.

Phase 2: Antrag und Bearbeitung (oft viele Monate)

Sie stellen den Antrag bei Ihrer örtlichen Einbürgerungsbehörde, zunehmend online. Die Bearbeitungszeiten sind gesetzlich nicht festgelegt und unterscheiden sich stark zwischen den Behörden. Seit der Reform von 2024 sind die Anträge stark gestiegen, und in vielen Großstädten werden Wartezeiten von einem Jahr oder mehr berichtet. Kleinere Behörden können deutlich schneller sein.

Während Sie warten:

  • Halten Sie Ihren Reisepass und Ihren Aufenthaltstitel gültig
  • Melden Sie Änderungen (neue Arbeit, Umzug, Heirat, Geburt eines Kindes) der Behörde
  • Verlassen Sie Deutschland nicht für längere Zeit, ohne nachzufragen, wie sich das auf Ihren Fall auswirkt

Hat eine Behörde nach drei Monaten ohne ausreichenden Grund nicht entschieden, lässt das Verwaltungsrecht eine Untätigkeitsklage zu (§ 75 VwGO). Gerichte berücksichtigen hohe Arbeitsbelastungen; holen Sie sich vor diesem Schritt Rat.

Phase 3: Urkunde und danach

Wenn alles genehmigt ist, werden Sie eingeladen, Ihre Einbürgerungsurkunde (Einbürgerungsurkunde) entgegenzunehmen. Sie geben eine feierliche Erklärung ab, das Grundgesetz und die Gesetze Deutschlands zu achten, und Sie werden in dem Moment Deutsche bzw. Deutscher, in dem Ihnen die Urkunde übergeben wird. Viele Städte veranstalten Feiern.

Danach:

  • Beantragen Sie einen deutschen Personalausweis und/oder Reisepass
  • Ihr Aufenthaltstitel gilt nicht mehr; fragen Sie die Behörde, was mit dem Dokument zu geschehen hat
  • Prüfen Sie, ob Ihr anderes Land verlangt, dass Sie die neue Staatsangehörigkeit melden, oder ob Sie die dortige Staatsangehörigkeit automatisch verlieren

Dieser Ratgeber bietet allgemeine Informationen, keine Rechtsberatung. Ihre Einbürgerungsbehörde kann Ihnen die aktuellen Gebühren, die Unterlagenliste und die Wartezeiten für Ihre Region nennen.

Keine Rechtsberatung. Dieser Ratgeber enthält allgemeine Informationen aus offiziellen Quellen. Regeln ändern sich — klären Sie Ihre eigene Situation bitte mit Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF): Einbürgerung.